
August 9 @ 7:00 pm – 9:00 pm

| Title |
| Rechtliche Herausforderungen bei der Strafverfolgung von Gräueltaten und strategische Prozessführung |
| Date |
| Sonntag, 9. August (19:00–21:00 Uhr MESZ) |
| Mode |
| ONLINE über Zoom |
Northern Justice Watch lädt Sie herzlich zum LIVE-Projektseminar #9 ein – einer spannenden Online-Diskussion über die rechtlichen Herausforderungen bei der Strafverfolgung von Gräueltaten sowie die entscheidende Rolle der strategischen Prozessführung bei der Förderung von Gerechtigkeit und Rechenschaftspflicht.
Obwohl Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen zunehmend international anerkannt werden, stellt die strafrechtliche Verfolgung der Täterinnen und Täter weiterhin eine enorme Herausforderung dar. Von der Sicherung verlässlicher Beweise und dem Schutz von Zeuginnen und Zeugen bis hin zu Zuständigkeitsfragen und politischen Hindernissen stehen Juristinnen und Juristen vor erheblichen Hürden bei der Durchsetzung von Rechenschaftspflicht. Dieses Seminar beleuchtet diese Herausforderungen und zeigt auf, wie sich die strategische Prozessführung zu einem wirkungsvollen Instrument entwickelt hat, um Menschenrechte zu fördern, die Rechtsstaatlichkeit zu stärken und Überlebende zu unterstützen.
Das Seminar wird von einer hochkarätigen Gruppe international anerkannter Expertinnen und Experten gestaltet, darunter Toby Mendel, Gründer und Executive Director des Centre for Law and Democracy; Joanne M. Hodges, Menschenrechtsverteidigerin und Gründerin der Alliance of Genocide Victim Communities; sowie Sherap Therchin, Executive Director des Canada Tibet Committee und renommierter Menschenrechtsaktivist. Gemeinsam werden sie ihre Fachkenntnisse, praktischen Erfahrungen und Perspektiven zu einigen der drängendsten Fragen der internationalen Strafjustiz und Menschenrechte teilen.
Die Teilnehmenden erhalten wertvolle Einblicke in die Gründe, weshalb Gräueltaten häufig nur schwer strafrechtlich verfolgt werden können, welche rechtlichen und politischen Hindernisse der Rechenschaftspflicht entgegenstehen und wie strategische Prozessführung eingesetzt werden kann, um Gerechtigkeit für Opfer und betroffene Gemeinschaften voranzubringen. Anhand praxisnaher Fallstudien und konkreter Beispiele entwickeln die Teilnehmenden ein vertieftes Verständnis für internationale Menschenrechtsarbeit sowie für die rechtlichen Instrumente zur Bekämpfung der Straflosigkeit. Den Abschluss bildet eine interaktive Fragerunde, in der die Teilnehmenden die Möglichkeit haben, direkt mit den Referierenden ins Gespräch zu kommen.